KLAUS-KUHNKE-INSTITUT
für Populäre Musik

Neuigkeiten


MuWi-Praktikantin im November/Dezember




Maren Speer, eine Musikwissenschaftsstudentin von der Universität Bremen, absolviert im November/Dezember ein studienbegleitendes vierwöchiges Praktikum im KKI. Sie ist im 7. Fachsemester ihres Bachelorstudiums und unterstützt das KKI-Team bei der Arbeit im Archiv. Wir sind dankbar für ihre Mitwirkung und gewähren ihr gerne Einblicke in unseren Arbeitsalltag. Studentische Praktikant:innen sind jederzeit herzlich willkommen.


Das KKI macht Herbsturlaub vom 14. bis 20. November




Wir nehmen uns eine Woche frei und sind am 21. November wieder regulär erreichbar. Wir wünschen allen entspannte Tage.


Teilnahme & Vortrag am 11./12. November bei der Tagung der IASA-Ländergruppe Deutschland/Schweiz zum Thema "Ethnografische Audio-/audiovisuelle Sammlungen und ihre Herausforderungen"




Der ehemalige Leiter des Klaus-Kuhnke-Archivs (Ulrich Duve) und der neue Leiter des Klaus-Kuhnke-Instituts (Nico Thom) haben an der Jahrestagung der Ländergruppe Deutschland/Schweiz der International Association of Sound and Audiovisual Archives (IASA) in Freiburg/im Breisgau teilgenommen. Die hybride Veranstaltung wurde vom Zentrum für Populäre Kultur und Musik (ZPKM) der Universität Freiburg ausgerichtet. Ulrich Duve nahm seinen Abschied von der Funktion des Vorsitzenden der IASA-Ländergruppe und wurde mit herzlichen und dankbaren Worten bedacht. Nico Thom hielt einen Vortrag zum Thema "Aus (nord-)westlicher Sicht? Die quasi-ethnologischen Tonträger-Sammlungen des Bremer Klaus-Kuhnke-Instituts für Populäre Musik", in dem er einer ethnologischen Perspektive auf (Populäre) Musik eine systemtheoretische gegenüberstellte.


Internationale Online-Tagung zum Thema:
"Toddlers/Children's Songs - The Popular Music of the Youngest?"
am 4. November 2022




Am Freitag, dem 4. November 2022, veranstaltet das KKI im Zeitraum von 12 bis 16 Uhr eine Online-Tagung, die sich mit dem noch relativ unerforschten Themenkomplex "(Klein-)Kinderlieder" auseinandersetzen wird. Dabei soll der Frage nachgegangen werden, inwiefern derartige Lieder als Populäre Musik zu verstehen sind. Den ausführlichen Call for Papers gibt es hier: CfP_Kinderlieder.pdf
Über die Plattform Zoom werden die Vorträge und Diskussionen im Internet zu verfolgen sein.
Anmeldungen zur kostenfreien Teilnahme bitte an folgende Email-Adresse senden: kontakt@klaus-kuhnke-institut.de

Das Tagungsprogramm:

Erster Block (12:00-13:15 Uhr)
12:00-12:10 Uhr _ Eröffnung & Grußworte
12:10-12:40 Uhr _ Nico Thom (Bremen/Deutschland):
"The varity of popular toddlers/children's songs - An overview with examples from the German-speaking area"
12:40-12:45 Uhr _ Umbaupause
12:45-13:15 Uhr _ Shelley Brunt & Liz Giuffre (Melbourne & Sydney/Australien):
"Popular music and parenting"

13:15-13:30 Uhr _ 15 Minuten Pause & Online-Café

Zweiter Block (13:30-14:35 Uhr)
13:30-14:00 Uhr _ Ariane Diniz Holzbach & Jackeline da Costa (Rio de Janeiro/Brasilien):
"Mundo Bita feat. Brazilian Popular Music - Reflexions around musical quality in songs aimed at children"
14:00-14:05 Uhr _ Umbaupause
14:05-14:35 Uhr _ Andrew Snyder (Lissabon/Portugal):
"Expat migration and baby music classes in an internationalizing Lisbon"

14:35-14:50 Uhr _ 15 Minuten Pause & Online-Café

Dritter Block (14:50-16:00 Uhr)
14:50-15:20 Uhr _ Ruth Barratt-Peacock (Jena/Deutschland):
"The 'child' in children’s popular music research - A social constructionist view on childhood in kiddy metal"
15:20-15:25 Uhr _ Umbaupause
15:25-15:55 Uhr _ Tobias Marx (Erfurt/Deutschland):
"Music for children - Musical, pedagogical and social perspectives"
15:55-16:00 Uhr _ Verabschiedung


Neue Video-Reihe unter dem Titel "Sachverständige Meinung(en) - Verständnisse von Populärer Musik"




Mit einer neuen Video-Reihe beleuchtet das KKI Verständnisse von Populärer Musik und befragt dazu Expert:innen.
Erster Gast ist der Gitarrist und Komponist Daniel Stelter (geb. 1977 in Wiesbaden/Deutschland). Seit Jahren zählt er zu den gefragtesten und vielseitigsten Live-, Studio- und TV-Musiker:innen in Deutschland. Er hat mit vielen bekannten Künstler:innen aus den Bereichen Jazz, Pop, Weltmusik und Klassik zusammengespielt, in mehreren TV-Shows mitgewirkt sowie einige Alben unter eigenem Namen veröffentlicht.
Alles Weitere erfährt man im folgenden Interview:
https://youtu.be/7svisw2nwPI


Das KKI macht Sommerurlaub vom 8. bis 21. August




Wir gönnen uns zwei Wochen Schließzeit. Ab 22. August sind wir wieder regulär erreichbar. Wir wünschen allen erholsame Sommertage mit viel guter Musik!


Neue Video-Reihe unter dem Titel "Erlesene Musikerzählung(en) - Literatur & Populäre Musik"




Das KKI widmet sich in einer neuen Video-Reihe dem Verhältnis von Literatur und Populärer Musik.
Den Auftakt bildet ein (Online-)Gespräch mit dem international renommierten Schriftsteller Hansjörg Schertenleib (geb. 1957 in Zürich/Schweiz). Er bezieht sich in seinen literarischen Texten regelmäßig auf Populäre Musik. Mitunter stellt er sie sogar ins Zentrum seiner Bücher, beispielsweise indem er über Musiker:innen und deren Lebenswelt schreibt.
Alles Weitere erfährt man im folgenden Interview:
https://www.youtube.com/watch?v=0YKHzcn8Ih8


Das KKI legt auf beim "Live Cooking" im Rahmen des "Open Space Domshof"
(Ende Juni bis Mitte September, alle 14 Tage, mittwochs, 18 Uhr)




Beim "Live Cooking" auf der "Open Space"-Bühne kann man nicht nur exzellenten Köchen in die Töpfe schauen und sich Tipps abholen, sondern auch gleich probieren.
Serviert werden dazu Archiv-Spezialitäten aus dem Klaus-Kuhnke-Institut. Dessen Leiter (Nico Thom) präsentiert thematisch-gebündelte Raritäten der jüngeren Musikgeschichte. Das "Live Cooking" findet von Ende Juni bis Mitte September auf dem Bremer Domshof statt, genauer gesagt an jedem zweiten Mittwoch des Monats.

An folgenden sechs Terminen ist das KKI dort zu erleben:
29. Juni, 18 Uhr - Thema: "Essen in der Populären Musik"
13. Juli, 18 Uhr - Thema: "Beat-Club & Musikladen - Zwei innovative Musik-TV-Sendungen von Radio Bremen"
27. Juli, 18 Uhr - Thema: "Bildende Kunst im Kontext Populärer Musik"
10. August, 18 Uhr - Thema: "Soul: Egal ob schwarze oder weiße Seelenmusik - jedenfalls mit funky Grooves!"
24. August, 18 Uhr - Thema: "Plus que de la chanson - Populäre französische Musik in Geschichte und Gegenwart"
14. September, 18 Uhr - Thema: "Tropical Beats? - Weltmusik, Musik der Welt und Global Pop am internationalen Tag der Tropenwälder"

Mehr Infos hier: https://osd4.de/?p=88792



Vor Kurzem


Bremen deklariert sich als "klangfrisch" und als "Stadt der Musik"
- zumindest im Jahr 2022




Sind die berühmten Stadtmusikanten - hier in Form eines kleinen Pappaufstellers - auch Botschafter Populärer Musik? Die "Hendrix-artige" Bassgitarre des Hundes und das Mikrofon sowie die "HipHop-eske" Bremen-Kette der Katze lassen jedenfalls hoffen. Sogar die Fußschellen des Esels wirken ziemlich folkig.



Auf der entsprechenden klangfrisch-2022-Website werden ein Plattenspieler und eine E-Gitarre als genuine Symbole Populärer Musik integriert. Vielleicht mit Ausnahme der Harfe sind ohnehin alle abgebildeten Instrumente im Jazzkontext (= Populäre Musik?) allgegenwärtig.

Für das Jahr 2022 hat sich die Stadt Bremen (in Kooperation mit Bremerhaven) einiges vorgenommen. Mit vielen subventionierten Veranstaltungen und einem offensiven Marketing werden die musikalischen Aktivitäten der Stadt (und der Region) gefördert und gewissermaßen ins Schaufenster gestellt, um das öffentliche Bewusstsein zu stärken. Dabei spielt Populäre Musik eine erstaunlich große Rolle, was uns natürlich freut. Sogar in der visuellen Darstellung wird Populärer Musik Raum gegeben, gleichberechtigt zur Klassik-Tradition der Stadt. Das ist keinesfalls selbstverständlich... man denke beispielsweise nur an das "Musikfest Bremen", das de facto ein Klassik-Fest ist. Aber wie gesagt: Es gibt Grund zur Hoffnung, dass bei den Entscheidungsträger:innen bzw. Geldgeber:innen zukünftig ein offeneres Verständnis von förderwürdiger Musik gepflegt wird. Wobei Untertitel wie der folgende alte Denkmuster weiterhin erkennen lassen: "Bremen ist inspirierend - von Hochkultur bis Subkultur". Was hohe und was niedere Kultur ist, muss aus unserer Sicht immer wieder aufs Neue verhandelt werden... am besten wählt man dafür zuerst einmal andere Begrifflichkeiten.
Mehr Infos hier: https://www.bremen.de/kultur/klangfrisch-2022#/


Wir waren zu Gast im westendRADIO bei Windy Jacob




Windy Jacob moderiert seit vielen Jahren eigene Sendungen für das Bremer Bürgerradio

Am 16. Juni war Nico Thom, der Leiter des KKI, Studiogast bei "westendRADIO - Live aus der Kulturwerkstatt westend!" im Stadtteil Bremen-Walle. Moderiert wird die Live-Sendung, welche alle 14 Tage donnerstags von 20-21 Uhr ausgestrahlt wird, von Windy Jacob. Er arbeitet für die Kulturwerkstatt westend und gestaltet seit vielen Jahren Sendungen für das Bremer Bürgerradio "Radio Weser.TV". Eine Stunde lang unterhielten wir uns in lockerer Atmosphäre über das Klaus-Kuhnke-Institut, dessen Geschichte und Gegenwart sowie über Zukunftspläne. Nico Thom durfte die Musikbeiträge auswählen, die er allesamt aus dem Bestand des KKI-Archivs beisteuerte.
Die Sendung nachhören kann man über diesen Link: westendRADIO_16.06.2022.mp3


Pfingstmontag geschlossen... Schwein gehabt!




Blasphemie? Natürlich nicht! Unser Motto: "Ein bisschen Spass muss sein". Womit wir direkt zu einem der größten deutschsprachigen Hits überleiten können: dem gleichnamigen Titel von Roberto Blanco. Jede:r kennt das Liedchen. Das Original aus dem Jahr 1972 wurde vielfach gecovert, zum Teil sogar mit Roberto Blanco als Gast-Star. Für viel Freude sorgte bereits der Original-Video-Clip des Künstlers, worin dieser beim Schwimmen und mit freiem Oberkörper unter der Dusche gezeigt wird. Ein frühes "Meisterwerk" der deutschsprachigen Musikvideo-Tradition, lange vor MTV, VIVA & Co.


Himmelfahrt bzw. Vater- und Brückentag




Am Donnerstag, dem 26. Mai, haben wir wegen des (gesetzlichen) Feiertags geschlossen. Was für einige sozusagen ein himmlischer Festtag ist, ist für andere Anlass, die irdischen Väter hochleben zu lassen. Da die Mitarbeiter des KKI Väter sind und Väter haben, zelebrieren auch wir die "Herren der Schöpfung" - gemäßigt natürlich. Ein kurzer Blick in unsere Archiv-Datenbank befördert einige Himmelfahrtsperlen zutage. Hier eine kleine Auswahl:

1) Da wäre zum einen "Die Himmelfahrt der Galgentoni" - eine traurig-komische Geschichte über eine Hure, die einem zum Galgen Verurteilten die letzte Ehre erweist, berührend vorgetragen von der Diseuse Gisela May. Zu finden ist das Stück in der detailreichen Buch-/CD-/DVD-Box "die may", welche 2006 von Bear Family Records in Zusammenarbeit mit der Günter Neumann - Stiftung und der Berliner Akademie der Künste herausgegeben wurde.
2) Auf einer selbstbetitelten CD der Tiroler Tanzgeiger ist die "Himmelfahrts Polka" (sic!) verewigt. Das kurze Instrumentalstück präsentiert feinste Volks- bzw. Tanzmusik aus dem Zillertal in der Besetzung für erste und zweite Geige, Harfe, diatonische Harmonika, Streichbaß und diatonisches (Osttiroler) Hackbrett. Erschienen ist die CD 1995 bei Bogner Records in Österreich.
3) Auch die Kölner Band (De) Bläck Fööss widmet sich mit dem Lied "Himmelfahrt" dem gleichnamigen Feiertag. Darin zelebrieren sie den Umstand, dass nicht gearbeitet werden muss und man gemütlich im Westerwald "Blau machen" kann. Der vielsagende Titel des Vinylalbums von 1978 lautet "Mer han 'nen Deckel" (EMI/Electrola).

Am Freitag, dem 27. Mai, haben wir übrigens ebenfalls geschlossen - und nehmen einen Brückentag lang frei. Auch hierfür würden sich diverse Songtitel anbieten... "Über sieben Brücken musst Du gehn" (Karat/Peter Maffay)... "Bridge over Troubled Water" (Simon & Garfunkel)... gleichfalls in unseren Archivbeständen zu finden.


Eine Vitrine... dem Staatsarchiv sei Dank!




Eine Vitrine schmückt von nun an unser Interieur. Diese haben wir dem Bremer Staatsarchiv zu verdanken, das uns den massiven und beleuchteten Glaskasten vermacht hat. Ein zauberhaftes Stück, wie wir finden! Es bietet uns die Möglichkeit, unsere Gäste mit wechselnden Exponaten zu empfangen, z.B. dem "Fundstück des Monats".


"Alles neu macht der Mai"
(zumindest einiges)




Ein traditionelles Frühlings- bzw. Kinderlied - mit der gleichen Melodie wie "Hänschen klein" übrigens - liefert uns die passende Überschrift: "Alles neu macht der Mai". (Gut, alles natürlich nicht, aber einiges.) So jedenfalls könnte das Motto für uns lauten, denn wir ändern heute, am Freitag, dem 13. Mai (wenn das mal kein böses Omen ist ;-) unseren Namen. Bislang waren wir das "Klaus-Kuhnke-Archiv für Populäre Musik", ab heute sind wir das "Klaus-Kuhnke-Institut für Populäre Musik". Unser Untertitel ist "Archiv und Forschungsstätte an der Hochschule für Künste Bremen". Genau genommen sind wir bereits seit 1992, also seit 30 Jahren ein Institut an der HfK Bremen, nur wussten das die Wenigsten. Daher die Umbenennung. Und auch, um deutlich zu machen, dass wir fortan verstärkt mit eigenen Forschungsprojekten auf den Plan treten wollen. Mit einem neuen Namen kommt zudem eine komplett neue Website, nämlich diese hier. Viel Spaß beim Stöbern!


5.000 CD-Doubletten gehen ans Freiburger ZPKM




Am 6. Mai wurden 38 Kartons mit ca. 5.000 CD-Doubletten aus unseren Archivbeständen an das Zentrum für Populäre Kultur und Musik (ZPKM) der Universität Freiburg verschickt. Die Kolleg:innen in Freiburg freuen sich über die Aufstockung ihrer Bestände und wir sind froh über den frei werdenden Platz in unserem Archiv (und den finanziellen Ausgleich). Eine klassische Win-Win-Situation also.


FaMI-Praktikantin im Mai




Im Mai verstärkt Ann-Katrin Verzagt das KKI-Team und absolviert ein dreiwöchiges Praktikum. Zurzeit macht sie eine Ausbildung zur Fachangestellten für Medien- und Informationsdienste (FaMI) an der Staats- und Universitätsbibliothek Bremen und befindet sich im zweiten Ausbildungsjahr. Wir sind dankbar für ihre Mitwirkung und gewähren ihr gerne Einblicke in unseren Arbeitsalltag. FaMI-Praktikant:innen beehren uns regelmäßig und sind jederzeit herzlich willkommen.


Wir waren (natürlich) auf der Bremer jazzahead!




Eine Auswahl der "erbeuteten" Tonträger und Info-Materialien zum zeitgenössischen Jazz

Wie jedes Jahr seit der Gründung der Bremer Fachmesse jazzahead! im Jahr 2006 waren wir auch 2022 wieder mit dabei. Die Messe mit integriertem Festival, die immer Ende April stattfindet, hat sich mittlerweile zum größten internationalen Branchentreff gemausert, bei dem Jazz-Expert:innen (Musiker:innen, Bands, Labels, Agenturen, Ländervertretungen, Vereinigungen, Journalist:innen und Wissenschaftler:innen) aus der ganzen Welt zusammenkommen. Zusätzlich zur Vernetzung mit der Peer Group und dem Entdecken neuer Jazzmusik ist das Einsammeln von Tonträgern und Info-Materialien ein angenehmer Nebeneffekt für das Archiv des KKI. Aktueller Jazz aus der Ukraine, aus Luxemburg oder Bulgarien? Wir haben die relevanten Artefakte nun vorliegen - worüber wir uns sehr freuen. Ach ja: Erwähnt werden muss natürlich noch, dass der Spiritus Rector des KKI, Peter Schulze, künstlerischer Leiter der jazzahead! ist und wir uns somit in mehrfacher Hinsicht mit dieser bedeutenden Veranstaltung verbunden fühlen. Mehr Infos zur jazzahead! gibt es hier: https://jazzahead.de


Große Punk-/Hardcore-/Independent-Sammlung übernommen




Teile der Sammlung von Tobias Stalling

Im April haben wir die beeindruckende Sammlung des Bremer Medienpädagogen Tobias Stalling vermacht bekommen und in unsere Bestände überführt. Sie beinhaltet ca. 5.000 CDs, DVDs und VHS-Kassetten sowie mehrere hundert Fanzines, Magazine und Bücher. Die Sammlung deckt vor allem den Zeitraum von 1990 bis 2020 ab und dokumentiert die lokale, nationale und internationale Punk-Tradition sehr detailreich. Darüber hinaus finden sich auch viele Ton-, Bild- und Video-Materialien zu diversen Stilistiken Populärer Musik, z.B. Jazz, HipHop, EDM sowie Classic und Progressive Rock. So ist bspw. das vollständige Oeuvre der britischen Band King Crimson Teil der Sammlung. Sie stellt eine wertvolle Ergänzung für unser Archiv dar.


Sehr große Country-Sammlung überlassen bekommen




Teile der Sammlung von Mohns Mohnssen

Der Bremer Mohns Mohnssen hat im Laufe seines Lebens eine enorme Menge an Tonträgern (sowie Zeitschriften und Büchern) zum Thema Country Music zusammengetragen. In Fachkreisen gilt seine Kollektion als eine der größten ihrer Art in Europa. 2020 ist Mohns Mohnssen altersbedingt verstorben. Testamentarisch hatte er verfügt, dass sein Nachlass dem Klaus-Kuhnke-Archiv übergeben werden soll. Im Januar/Februar 2022 ist die Abholung der Materialien erfolgt. Im Wesentlichen handelt es sich um ca. 8.000 Vinyl-Schallplatten und ca. 3.000 CDs, vor allem mit US-amerikanischer Country Music in all ihren Spielarten. Auch europäische Varianten wurden von Mohns Mohnssen gesammelt sowie dazugehörige Kontextbeschreibungen, bspw. eine Fachzeitschrift namens Bluegrass Europe Magazine.


Neuer Leiter des Klaus-Kuhnke-Archivs bzw. -Instituts




Ulrich Duve hat den Staffelstab an Nico Thom weitergegeben

Ulrich Duve, der langjährige Leiter des Klaus-Kuhnke-Archivs, ist Ende 2021 in den wohlverdienten Ruhestand gegangen. Seit dem 1. Januar 2022 ist Nico Thom sein Nachfolger im Amt.

Ulrich Duve hat 30 Jahre lang die Geschicke des Archivs geleitet und wesentlich zur jetzigen Gestalt des KKA beigetragen. Zuvor war er bereits 5 Jahre lang Mitarbeiter des von Klaus Kuhnke, Manfred Miller und Peter Schulze gegründeten Archivs. Er hat also fast sein ganzes Berufsleben dem KKA gewidmet, wofür ihm großer Dank und Anerkennung gebührt. Glücklicherweise bleibt er dem Archiv ehrenamtlich verbunden, sodass er mit seiner Expertise weiterhin zur Verfügung steht.

Nico Thom, der neue Archiv- bzw. Institutsleiter, ist Musikwissenschaftler mit dem Schwerpunkt Jazz und Popularmusik. Er verfügt über mehr als 15 Jahre Berufserfahrung in Forschung, Lehre sowie Archiv-Verwaltung und freut sich auf die Aufgaben, die nun vor ihm liegen. „Mein Ziel ist es, gemeinsam mit meinen drei Teilzeit-Mitarbeitern ein Zentrum für die Erforschung und Vermittlung Populärer Musik zu entwickeln, das die vielen Schätze aus den Archivbeständen noch sicht- und hörbarer macht und für die Zukunft sichert – insbesondere durch Digitalisierung. Ich möchte die Bestände selbst auch aktiv beforschen. Zudem bin ich an einem intensiven Austausch mit der wissenschaftlichen und künstlerischen Gemeinschaft interessiert und möchte die Archivmaterialien einer breiten Öffentlichkeit zugänglich machen – in der Hochschule für Künste, in Bremen und natürlich auch weit darüber hinaus.“